Potenziale von „Industrie 4.0“ gezielt nutzen

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  • Erstellt von Julia Schmitz
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  • Kategorien: si-pam.com  

CMMS unterstützen zukünftige Anforderungen an die Instandhaltung

„Industrie 4.0“ strebt eine intelligente und mit Hilfe von IT-Technologien durchgängig vernetzte Produktion an. Die Ziele dieser Strategie werden die zukünftige Instandhaltung von Maschinen und Anlagen massiv verändern und somit sowohl aus technischer als auch organisatorischer Sicht zu völlig neuen Anforderungen führen.

Zentrale Bausteine von „Industrie 4.0“ lassen sich schon heute nutzen, zumal die technischen Voraussetzungen hierfür in Form von leistungsfähigen, flexiblen CMMS (Computerized Maintenance Management System) wie SI®/PAM in Kombination mit Auto-ID-Technologien sowie mobilen Instandhaltungslösungen (SI®/PAM Mobile) bereits bestehen.

Chance für wirtschaftlichere Strategien

Vor diesem Hintergrund birgt die Umsetzung von „Industrie 4.0“ jetzt die Chance, wirksame prädiktive, also auf Betriebsstunden basierende vorausschauende, oder zustandsorientierte Instandhaltungsstrategien zu realisieren, während derzeit vielfach noch präventive, also strikt kalenderbasierte und somit eher starre, unflexible Instandhaltungskonzepte den Produktionsalltag dominieren. Im Zusammenhang mit einer der zentralen Zielsetzungen von „Industrie 4.0“, einer flexibleren, leistungsfähigeren Just-in-Time-Produktion, ist mit Blick auf eine hohe Anlagenverfügbarkeit gleichzeitig eine stärkere Verzahnung von Produktion und Instandhaltung notwendig, um sehr kurzfristig auf technische Störungen reagieren zu können. Parallel hierzu muss die Instandhaltungsplanung ständig an aktuelle Erfordernisse angepasst und aktualisiert werden.

Offen, zukunftsorientierte Systemarchitektur

Mit Blick auf solche und weitere Anforderungen überzeugt SI®/PAM durch einen modularen Aufbau, wodurch sich die IT-Lösung nicht nur sehr flexibel an individuelle Aufgabenstellungen anpassen lässt, die effizientere organisatorische Abläufe ermöglichen, sondern auch zu einem besseren Controlling von zustandsorientierten Instandhaltungsprozessen führen. Mit einer durchgängigen Dokumentation von Instandhaltungsmaßnahmen, etwa dem Austausch besonders verschleißanfälliger Maschinen- oder Anlagenkomponenten, schafft  SI®/PAM eine entscheidende Basis für eine wertvolle Anlagen-Historie, die in weitere Optimierungen der Produktions- als auch Instandhaltungsstrategien einfließen kann.

Die offene Systemarchitektur von SI®/PAM ermöglicht außerdem die Ankopplung von Sensorik und CMS für eine zustandsorientierte Instandhaltung und bietet Schnittstellen für automatisierte Störerfassungen. Standards, bspw. in Form von einheitlichen Protokollen, zur Übertragung solcher Meldungen an CMMS gibt es bislang in der Industrie zwar noch nicht. SI®/PAM wäre aber bereits heute in der Lage, solche Informationen von sich selbstüberwachenden Maschinen zu empfangen und gegebenenfalls Prioritäten für die Instandhaltung neu zu definieren.

Mobile Instandhaltung ohne Medienbrüche

Kurze Reaktionszeiten, wie im beschriebenen Fall aufgrund eines direkten Informationstransfers zwischen Maschine und CMMS, und darüber hinaus ein hohes Maß an Flexibilität werden ohnehin die Arbeit von Instandhaltungsabteilungen in Produktionsumgebungen der Zukunft mehr und mehr determinieren. Voraussetzung für Schnelligkeit und hohe Wandlungsfähigkeit im Sinne von „Industrie 4.0“ ist immer auch eine hochgradige Mobilität der Instandhaltung. Auto-ID-Technologien  wie z. B. RFID in Kombination mit kompletten CMMS in Form von nativen Apps auf Smartphones oder Tablet-PCs werden diese Mobilität auf ideale Weise unterstützen.

Auch für die mobile Instandhaltung hat STEAG Energy Services mit SI®/PAM Mobile eine leistungsstarke Lösung parat, die bereits vor dem verstärkten Einsatz von Smartphones und Tablet-PCs in der Industrie die technologische Basis zur Verwendung von PDAs, z. B. für die mobile Messwerterfassung, bildete. Die langjährigen Erfahrungen mit solchen Technologien fließen seit mehreren Jahren in die Entwicklung von Apps für Geräte mit iOS-, Android oder Windows-Betriebssystemen ein. Mit solchen Apps für Smartphones sowie Tablet-PCs im Zusammenspiel z.B. mit RFID-Transpondern lassen sich vor Ort nicht nur Maschinen oder Anlagen eindeutig identifizieren, sondern auch die anstehenden Arbeiten unterstützen, in dem die mobilen Geräte kontextbasiert durch die Instandhaltungsmaßnahmen führen. Nach Abschluss der Arbeiten erstellt der Instandhalter direkt in der App seinen Wartungsbericht und ergänzt ggfs. weitere korrespondierende Informationen. Über eine WLAN- oder 3G- bzw. 4G-Mobilfunkverbindung bzw. über ein USB-Kabel können anschließend die Daten an SI®/PAM als Backend-System übertragen und somit das zentrale CMMS ohne Medienbrüche aktualisiert werden.

Auf zukünftige Entwicklungen vorbereitet

Obwohl laut einer Studie von Anfang 2016 rund 45 Prozent aller deutschen Unternehmen noch keine oder nur wenige Fortschritte beim Thema „Industrie 4.0“ vermelden können, wird die Strategie die Produktionslandschaften der Zukunft nachhaltig beeinflussen. Die Instandhaltung kann schon heute partiell von den Potenzialen dieser Transformation profitieren, vorausgesetzt, man strebt keine 100-Prozent-Lösung an, die ohnehin derzeit unrealistisch wäre. Stattdessen empfiehlt es sich, Veränderungen in kleinen und gut durchdachten Schritten umzusetzen, um einerseits durch wichtige Teilerfolge schon heute spürbare Verbesserungen im Instandhaltungsmanagement herbeizuführen und um andererseits auf zukünftige Entwicklungen vorbereitet zu sein.



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